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Wärmepumpen-Förderung berechnen BEG EM · KfW 458

Förderung der Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus

Im Mehrfamilienhaus ist die Wärmepumpen-Förderung kein einfaches Vielfaches der Einfamilienhaus-Förderung. Zwei Regeln greifen anders, und beide werden auf vielen Seiten falsch oder gar nicht dargestellt: der Höchstbetrag der förderfähigen Kosten staffelt sich pro Wohneinheit, und der Einkommensbonus wirkt nur auf die selbst genutzte Wohneinheit — nicht auf das ganze Gebäude.

Diese Seite rechnet ein konkretes Beispiel durch und erklärt, ab wann sich die Mehrfamilienhaus-Rechnung gegenüber der Einfamilienhaus-Rechnung überhaupt lohnt.

KI-gestützt erstellt, redaktionell geprüft (wie?) · Verantwortlich: Impressum · Zuletzt aktualisiert:

Dieses Werkzeug bietet eine Orientierung. Die verbindliche Berechnung erfolgt durch die Bestätigung zum Antrag (BzA) einer/eines Energieeffizienz-Expertin/-Experten. Keine Rechts- oder Steuerberatung.

Beispiel: 6 Wohneinheiten, eine selbst genutzt, 120.000 € Kosten

Voraussichtliche Förderung

37.766,67 €

Effektiver Satz auf Ihre tatsächlichen Kosten
31,47 %
Eigenanteil
82.233,33 €
Differenzkosten-Amortisation
9 Jahre

Bezogen auf die tatsächlichen förderfähigen Kosten, nicht auf den gedeckelten Betrag — deshalb liegt er meist unter dem nominalen Satz.

Vollständige Herleitung
Schritt Rechnung Betrag
Förderhöchstbetrag (Gebäude) Grundlage 28.000 € (1. WE) + 5 × 15.000 € = 103.000 € 103.000 €
Förderfähige Kosten auf den Höchstbetrag begrenzt gedeckelt 120.000 € > 103.000 € → Basis 103.000 € 103.000 €
Einkommensbonus (Stufe 2): 30 % angerechnet 40.000 € → 30 % 30 %
Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % angerechnet → 16 % 16 %
Grundförderung: 30 % angerechnet → 30 % 30 %
Gesamt-Deckel 70 % − Grundförderung 30 % → Zusatzantrag-Satz 40 % (statt 46 %) gedeckelt min(46 %, 70 % − 30 %) = 40 % 40 %
Basisantrag (Grundförderung auf den maßgeblichen Höchstbetrag) angerechnet 30 % × 103.000 € = 30.900 € 30.900 €
Zusatzantrag-Bemessungsgrundlage (Anteil der selbst genutzten Wohneinheit) Grundlage min(17.166,67 €, 17.166,67 €) = 17.166,67 € 17.166,67 €
Zusatzantrag (Boni auf den Anteil der selbst genutzten Wohneinheit) angerechnet 40 % × 17.166,67 € = 6.866,67 € 6.866,67 €
Gesamtförderung angerechnet 30.900 € + 6.866,67 € = 37.766,67 € 37.766,67 €
Vergleich: Mehrfamilienhaus-Aufteilung ergibt hier mehr als ein Einfamilienhaus Grundlage 37.766,67 € vs. 19.600 € (Wendepunkt bei 53.454,52 € förderfähigen Kosten) 19.600 €
Nutzwärmebedarf pro Jahr Grundlage 90.000 × 1,0 kWh × 96 % = 86.400 kWh 86.400 kWh
Strombedarf der Wärmepumpe Grundlage 86.400 kWh ÷ 3,50 = 24.686 kWh 24.686 kWh
Jährliche Betriebskosten (Jahr 1) Grundlage 11.257 € − 6.054,57 € = 5.202,43 € 5.202,43 €
Vollkosten-Amortisation (Eigenanteil) Grundlage Eigenanteil 82.233,33 € nach 11 Jahren gedeckt 11 Jahre
Mehrkosten-Amortisation (gegenüber neuem Öl-/Gaskessel) Grundlage Mehrkosten 68.733,33 € nach 9 Jahren gedeckt 9 Jahre

Regelstand 2026-07-21.1 · alle Regelwerte gegen die Primärquelle geprüft (Stand 10.08.2026, dazu 3 offengelegte Annahmen) — Orientierung, nicht verbindlich. Methodik

Für Ihr Gebäude anpassen

Der Höchstbetrag der förderfähigen Kosten staffelt sich nach Wohneinheiten: 28.000 € für die erste Wohneinheit, je 15.000 € für die Wohneinheiten zwei bis sechs und je 8.000 € ab der siebten. Bei sechs versorgten Wohneinheiten ergibt das einen Höchstbetrag von 28.000 € + 5 × 15.000 € = 103.000 €.

Von den 120.000 € Kosten der Zentralanlage sind damit 103.000 € förderfähig; die restlichen 17.000 € liegen über der Grenze und erscheinen in der Herleitung als „gedeckelt“. Auf die 103.000 € wirkt die Grundförderung. Der Klimageschwindigkeitsbonus kommt hinzu, weil eine alte, funktionsfähige Gasheizung ersetzt wird.

Der Einkommensbonus dagegen wirkt nur auf den Kostenanteil der selbst genutzten Wohneinheit — nicht auf die 103.000 € insgesamt. Genau diese Aufteilung sehen Sie in der Herleitung der Beispielrechnung unten Schritt für Schritt.

Stolperfalle: Mehr Wohneinheiten heißt nicht automatisch mehr Förderung

Die naheliegende Annahme „sechs Wohneinheiten, also sechsmal so viel Förderung“ stimmt nicht. Der Höchstbetrag pro weiterer Wohneinheit ist niedriger als für die erste, und die einkommensabhängigen Boni greifen nur auf den selbst genutzten Anteil. Bei vielen vermieteten Wohneinheiten und moderaten Kosten kann die Förderung, auf die selbst genutzte Wohneinheit bezogen, sogar günstiger ausfallen als dieselbe Anlage in einem Einfamilienhaus. Der Rechner zeigt diesen Einfamilienhaus-Vergleich deshalb immer mit an.

Der gestaffelte Höchstbetrag pro Wohneinheit

Förderfähig sind die Kosten nur bis zu einem Höchstbetrag, der sich pro versorgter Wohneinheit staffelt. Die erste Wohneinheit ist am höchsten angesetzt, jede weitere niedriger. Maßgeblich ist die Zahl der versorgten Wohneinheiten, nicht die Zahl der Eigentümer.

Warum die erste Wohneinheit anders zählt

Die Grundausstattung der Anlage — Wärmepumpe, Pufferspeicher, Hydraulik — fällt einmal an, unabhängig von der Zahl der Wohneinheiten. Der höhere Höchstbetrag der ersten Wohneinheit bildet das ab; die weiteren Wohneinheiten erhöhen den Rahmen nur noch anteilig.

Einkommensbonus nur auf die selbst genutzte Wohneinheit

Der Einkommensbonus setzt voraus, dass Sie eine Wohneinheit selbst nutzen und mit dem Haushaltseinkommen unter der Schwelle liegen. Er wirkt dann aber nur auf den Kostenanteil dieser einen Wohneinheit. Für vermietete Wohneinheiten gibt es weder Einkommens- noch Klimageschwindigkeitsbonus — dort bleibt es bei der Grundförderung.

Genau hier liegt der häufigste Fehler in Überschlagsrechnungen: Der Bonus wird auf die gesamten förderfähigen Kosten angewandt statt nur auf den selbst genutzten Anteil.

Basisantrag und Zusatzantrag

Der Anspruch wird in einen Basisantrag und einen Zusatzantrag aufgeteilt. Wie diese Aufteilung im Mehrfamilienhaus zustande kommt, ist ein eigenes Thema — der Rechner weist beide Beträge getrennt aus, und die vollständige Herleitung zeigt jeden Schritt.

Der Wendepunkt: ab wann sich die Mehrfamilienhaus-Rechnung lohnt

Der Rechner ermittelt nicht nur den Betrag, sondern auch den Kostenpunkt, ab dem die Mehrfamilienhaus-Aufteilung mehr bringt als die Einfamilienhaus-Rechnung derselben Anlage. Unterhalb dieses Wendepunkts überwiegen die einkommensabhängigen Boni auf die selbst genutzte Einheit; oberhalb überwiegt der höhere Gesamt-Höchstbetrag der gestaffelten Wohneinheiten. Diesen Wendepunkt beziffert der Rechner in der Beispielrechnung — eine Angabe, die keine andere Seite hier macht, weil sie beide Rechenwege parallel durchführt.

Für Ihr Gebäude anpassen

1Gebäude & Nutzung

Gebäude & Nutzung

Die Anzahl der Wohneinheiten bestimmt die Kostendeckel.

Wohnen Sie selbst im Gebäude?

Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus gibt es nur für Selbstnutzer.

m²
Dämmzustand

2Aktuelle Heizungenthält Annahmen

Aktuelle Heizung

Gas und Biomasse qualifizieren erst ab 20 Jahren.

Gas (Zentralheizung): qualifiziert für den Klimageschwindigkeitsbonus.

Steht die Heizung am Ende ihrer Lebensdauer?Schätzung

aus Alter 22 Jahre geschätzt

Wie möchten Sie den Verbrauch angeben?

Die Zahl von Ihrer Abrechnung — der Brennstoff, der ins Haus geht. Den Kesselwirkungsgrad (96 %) rechnet der Rechner selbst heraus.

3Neue Wärmepumpeenthält Annahmen

Neue Wärmepumpe
Kältemittel
Schätzung
JAZ schätzen lassen
Wärmeübergabe / Vorlauftemperatur

~55 °C

Dämmzustand Teilsaniert und Wärmepumpentyp aus den Gruppen oben übernommen.

geschätzte JAZ 3,3 (Bereich 3,0–3,6) — Schätzung, kein Herstellerwert

Schallgrenzwert des Außengeräts eingehalten?

Vorläufig, angenommen: Förderfähige Kosten, Haushaltseinkommen. Förderung 19.600 €, effektiver Satz 65,33 %, Eigenanteil 10.400 €. Differenzkosten-Amortisation: sofort.

Voraussichtliche Förderungvorläufig

ca. 19.600 €

Effektiver Satz auf Ihre tatsächlichen Kosten
65,33 %
Eigenanteil
10.400 €

Diese Summe basiert noch auf Werten, die der Rechner angenommen hat:

  • Förderfähige KostenDie Förderung ist ein Prozentsatz hiervon — dieser Wert skaliert alles.
  • HaushaltseinkommenEntscheidet allein, ob der Einkommensbonus greift.

Sobald diese Angaben gemacht wurden, verschwindet der Hinweis.

Amortisation

Differenzkosten-Amortisationmaßgeblich für Ihre Angabe
sofort
Vollkosten-Amortisation
6 Jahre

Welcher Wert zählt, hängt davon ab, ob die alte Heizung ohnehin ersetzt werden müsste. Beide Werte erklärt

Bezogen auf die tatsächlichen förderfähigen Kosten, nicht auf den gedeckelten Betrag — deshalb liegt er meist unter dem nominalen Satz.

Regelstand 2026-07-21.1 · alle Regelwerte gegen die Primärquelle geprüft (Stand 10.08.2026, dazu 3 offengelegte Annahmen) — Orientierung, nicht verbindlich. Methodik · Haftungsausschluss

Speichern Sie die aktuelle Rechnung als Szenario. Ändern Sie dann eine Angabe und speichern Sie erneut — gespeicherte Szenarien vergleicht der Rechner unten automatisch nebeneinander.

Eingaben nach einem Neuladen behalten?

Ihre Eingaben liegen nur in diesem Tab. Ein Neuladen — auf dem Handy auch ein Tab-Wechsel — setzt sie auf die Startwerte zurück.

Speichert Ihre aktuellen Eingaben nur in diesem Browser, damit sie nach einem Neuladen erhalten bleiben. Es werden keine Daten übertragen.

Vertrag nur mit aufschiebender Bedingung unterschreiben

Der Antrag muss vor dem Vorhabenbeginn gestellt sein. Ein unterschriebener Liefer- oder Leistungsvertrag gilt als Vorhabenbeginn — außer er enthält eine aufschiebende oder auflösende Bedingung, die ihn an die Förderzusage knüpft. Ohne diese Klausel ist die Förderung für dieses Vorhaben verloren und lässt sich nachträglich nicht retten.

Häufige Fragen

Zählt für den Höchstbetrag die Zahl der Eigentümer oder der Wohneinheiten?
Die Zahl der von der neuen Anlage versorgten Wohneinheiten. Ein Eigentümer, dem mehrere Wohneinheiten gehören, erhöht den Höchstbetrag genauso wie mehrere Eigentümer — maßgeblich sind die versorgten Wohneinheiten.
Bekomme ich den Einkommensbonus für das ganze Gebäude?
Nein. Der Einkommensbonus wirkt nur auf den Kostenanteil der von Ihnen selbst genutzten Wohneinheit, nicht auf die förderfähigen Kosten des gesamten Gebäudes. Vermietete Wohneinheiten erhalten nur die Grundförderung.
Kann die Förderung im Mehrfamilienhaus schlechter sein als im Einfamilienhaus?
Bezogen auf die selbst genutzte Wohneinheit kann das vorkommen, wenn viele Wohneinheiten vermietet sind und die Kosten moderat bleiben. Der Rechner zeigt den Einfamilienhaus-Vergleich und den Wendepunkt, ab dem sich die Mehrfamilienhaus-Rechnung lohnt.